Ein Tagebuch über Substanzkonsum kann sensible Angaben zu Gesundheit, Beziehungen und Routinen enthalten. Entscheide vor der Wahl eines Werkzeugs, was du festhalten möchtest, und frage, wohin diese Informationen gelangen. Datenschutzangaben sollten das tatsächliche Verhalten so klar beschreiben, dass sie diese Entscheidung ermöglichen.
Fünf Fragen
- Wo werden Einträge gespeichert? Unterscheide Aufzeichnungen auf dem Telefon von Kopien, die an einen Dienst gesendet werden. „Lokal“ beschreibt einen Ort; es bedeutet für sich genommen nicht verschlüsselt.
- Was schützt eine Sperre? Eine Geräte- oder App-Sperre kann den gewöhnlichen Zugriff einschränken. Das ist eine andere Funktion als die Verschlüsselung gespeicherter Aufzeichnungen.
- Wenn ein Werkzeug Synchronisierung anbietet, was geschieht beim Aktivieren? Prüfe, was hochgeladen wird, welches Konto darauf zugreifen kann und was passiert, wenn du die Funktion später ausschaltest.
- Was teilst du bewusst? Community-Beiträge, Bildschirmfotos und Exporte können Informationen über ein persönliches Tagebuch hinaus zugänglich machen.
- Wie kannst du den Dienst verlassen? Prüfe Lösch- und Exportmöglichkeiten, einschließlich des Umgangs mit Kopien, Backups und bereits geteilten Informationen.
Was das in Remedy bedeutet
Remedy speichert Konsumaufzeichnungen auf dem Gerät und bietet manuellen Export und Import für Backups. Inhalte, die du in Community veröffentlichst, werden mit anderen Nutzenden geteilt. Das sind getrennte Entscheidungen; lokale Erfassung bedeutet nicht, dass jede Funktion alle Informationen auf dem Telefon behält.
Die aktuelle Speicherung von Konsum- und Tagebucheinträgen nutzt AsyncStorage, das seine Projektverantwortlichen als unverschlüsselten Speicher beschreiben. Der aktuelle Code ergänzt für diese Aufzeichnungen keine Verschlüsselung auf App-Ebene. Daher behaupten wir weder, dass Remedy lokale Einträge verschlüsselt, noch, dass niemand darauf zugreifen könnte. Geräteschutz sowie deine App- und Kontoeinstellungen bleiben relevant.
Wir entwickeln Remedy. Diese Erklärung beruht auf der aktuellen Implementierung, nicht auf einer unabhängigen Sicherheitsprüfung oder der Behauptung einer behördlichen Zertifizierung. Lies die relevanten Einstellungen und Datenschutzinformationen, bevor du entscheidest, was du speicherst.
Halte nur die benötigten Details fest
Ein Datum und eine kurze Beobachtung können deine Frage beantworten, ohne andere Menschen zu benennen oder ein ganzes Gespräch aufzuzeichnen. Kennzeichne eine ungewisse Menge oder Uhrzeit als solche. Prüfe den Nutzen eines Feldes, bevor du es bei jedem Eintrag ausfüllst.
Beispiele findest du in den Anwendungsfällen für die Erfassung und in einem begrenzten täglichen Protokoll. Auch bei einem Papiertagebuch spielen Aufbewahrung und Zugriff eine Rolle.
Prüfe alltägliche Situationen des Teilens
- Bevor du einen Bildschirm zeigst, suche nach Namen, Daten oder anderen Einträgen, die neben dem gewünschten Inhalt sichtbar sind.
- Wähle vor dem Export eines Backups einen Zielort, dem du sensible Daten anvertrauen möchtest.
- Überlege vor dem Veröffentlichen in Community, welche Details in diesen geteilten Bereich gehören.
- Lies vor einem Gerätewechsel oder dem Löschen eines Kontos die verfügbaren Informationen zu Backups und Löschung.
Wenn eine Datenpraxis unklar ist, bitte um eine Erklärung, bevor du dich darauf verlässt. Ein nützliches Erfassungswerkzeug sollte sowohl zu deinen Aufzeichnungsbedürfnissen als auch zu deinem Vertrauen in seinen tatsächlichen Datenumgang passen.
Führe mit Remedy täglich Aufzeichnungen
Halte Konsum, konsumfreie Tage und den Kontext im Tagebuch fest.



