Wenn dir dein Substanzkonsum Sorgen macht, kannst du Hilfe suchen, ohne zuerst eine Bezeichnung dafür zu wählen. Beginne mit dem Anliegen, das du besprechen möchtest, einer Person oder Anlaufstelle und den Informationen, die das Gespräch hilfreich machen. Du brauchst weder perfekte Aufzeichnungen noch einen fertigen Genesungsplan.
1. Beschreibe deine Beobachtungen
Notiere einige konkrete Beobachtungen: häufiger konsumieren als beabsichtigt, Schlaf- oder Beziehungsprobleme, Schwierigkeiten beim Reduzieren oder Beschwerden beim Aufhören. Das sind Gesprächseinstiege, keine diagnostische Checkliste. Eine qualifizierte Fachperson kann deine Situation einschätzen und Möglichkeiten besprechen.
2. Bitte um die Hilfe, die du heute brauchst
Der SAMHSA-Leitfaden zum Bitten um Hilfe empfiehlt, eine vertraute Person auszuwählen und zu sagen, welche Unterstützung du möchtest. Du könntest jemanden bitten, bei dir zu sitzen, während du einen Termin vereinbarst, oder eine behandelnde Fachperson bitten, Behandlungsoptionen zu erklären. Wenn das erste Gespräch nicht hilft, erwäge eine andere vertraute Person oder Anlaufstelle.
3. Finde ein passendes Angebot
In den USA bietet die nationale SAMHSA-Hotline unter 1-800-662-HELP (4357) rund um die Uhr kostenlose, vertrauliche Behandlungsinformationen und Vermittlung auf Englisch und Spanisch. Sie vermittelt Angebote und bietet keine therapeutische Beratung oder Notfallversorgung. Die SAMHSA-Seite zur Behandlungssuche verlinkt auf FindTreatment.gov. Außerhalb der USA kannst du einen örtlichen Gesundheitsdienst nach verfügbaren Angeboten fragen.
Frage einen möglichen Anbieter, ob er die betreffenden Substanzen und Probleme behandelt, neue Patientinnen und Patienten aufnimmt, in deiner Sprache arbeitet und die Kosten erklärt. Frage, was du bis zum Termin tun solltest. Unser Leitfaden für den Arzttermin enthält weitere Fragen zur Vorbereitung.
4. Besprich Veränderungen unter Berücksichtigung der Sicherheit
NIAAA warnt, dass abruptes Aufhören nach längerem starkem Alkoholkonsum einen möglicherweise lebensbedrohlichen Entzug auslösen kann. Hole ärztlichen Rat zum Aufhören ein, wenn das auf dich zutreffen könnte. Sprich auch über andere Substanzen, Medikamente und Erkrankungen. Rufe bei einem akuten medizinischen Notfall in den USA 911 an; nutze andernorts die örtliche Notrufnummer.
5. Nutze Notizen als freiwillige Unterstützung
Halte fest, was passiert ist und was du fragen möchtest, einschließlich Unsicherheiten und fehlender Einträge. Ein Tagebuch kann ein Gespräch strukturieren; es diagnostiziert keine Abhängigkeit und erklärt nicht, warum etwas passiert ist. Du musst nicht alles dokumentieren oder private Einträge mit Freunden teilen. Sieh dir verschiedene Ansätze zur Dokumentation an, wenn ein Werkzeug hilfreich wäre.
Wenn sich deine Situation verändert oder du wieder konsumierst, kontaktiere deine Unterstützungspersonen oder dein Behandlungsteam, um den Plan neu zu prüfen. Aus einer früheren Fassung dieses Artikels haben wir unbelegte Aussagen über garantierte Reduktionen, Gehirnveränderungen und allgemeingültige Genesungsquoten entfernt.
Führe mit Remedy täglich Aufzeichnungen
Halte Konsum, konsumfreie Tage und den Kontext im Tagebuch fest.



